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Shimano PD-EH500 Pedale: ideal fürs Scott E-Bike?

Shimano PD-EH500 Hybridpedal mit SPD-Klickseite und Plattformseite

Die Shimano PD-EH500 Pedale sollen an mein Scott E-Bike. Nicht, weil sie besonders exotisch sind, sondern weil sie ein ganz alltägliches Problem erstaunlich klug lösen: Auf der einen Seite befindet sich ein SPD-Klicksystem, auf der anderen eine normale Plattform für Alltagsschuhe.

Damit muss ich mein Fahrrad nicht auf eine einzige Art des Fahrens festlegen. Ich kann eine längere Tour mit Fahrradschuhen unternehmen, spontan mit normalen Schuhen losfahren und mich trotzdem langsam an Klickpedale herantasten.

Genau das macht diese Pedale für mich so interessant.


Was sind Shimano PD-EH500 Pedale?

Die PD-EH500 sind sogenannte Hybridpedale oder Kombipedale. Shimano verbindet dabei zwei unterschiedliche Pedalarten in einem Bauteil:

  • eine SPD-Seite für kompatible Fahrradschuhe mit Zwei-Loch-Cleats,
  • eine flache Plattformseite für normale Schuhe.

Die SPD-Bindung ist laut Shimano auf einen vergleichsweise leichten Einstieg ausgelegt. Die flache Seite besitzt Pins, die dem Schuh mehr Halt geben sollen. Hinzu kommen eine einstellbare Ein- und Ausstiegshärte sowie eine gedichtete Kompaktlager-Achse.

Das klingt zunächst nach einem Kompromiss. Tatsächlich ist es vor allem eine Lösung für Menschen, die ihr Fahrrad nicht ausschließlich als Sportgerät verwenden.

Die wichtigsten Daten im Überblick

MerkmalShimano PD-EH500
PedalartSPD-/Plattform-Hybridpedal
KlicksystemShimano SPD, Zwei-Loch-System
Bindungeinseitig
Andere PedalseiteAluminiumplattform mit Pins
Achsegedichtete Kompaktlager-Achse
Pedalgewinde9/16 Zoll
Gewichtungefähr 383 Gramm pro Paar
Ausstiegshärteeinstellbar
Geeignete CleatsShimano SM-SH51 oder SM-SH56
Typischer EinsatzAlltag, Tour, Trekking, E-Bike und vielseitiges Graveln

Warum ich sie an mein Scott E-Bike bauen möchte

Mein Scott eRide 710 ist kein Fahrrad für nur einen Einsatzzweck. Ich fahre damit über Asphalt, Feldwege, Schotter und durch den Elm. Manchmal wird daraus eine längere Tour, manchmal nur eine spontane Runde.

In meinem Beitrag über meine E-MTB-Touren mit dem Scott eRide 710 im Elm beschreibe ich genau diese Mischung. Das Fahrrad ist für mich Sportgerät, Ausflugsrad und Alltagsfahrzeug zugleich.

Reine Klickpedale wären für längere Touren interessant, würden mich im Alltag aber unnötig festlegen. Reine Plattformpedale sind unkompliziert, bieten mir auf längeren oder unruhigen Strecken jedoch nicht dieselbe definierte Fußposition.

Die Shimano PD-EH500 verbinden beide Möglichkeiten.

Für die längere Tour

Mit SPD-Schuhen bleibt der Fuß in einer festen Position. Gerade auf längeren Strecken kann das für eine gleichmäßigere Bewegung sorgen. Auf Schotter und unruhigem Untergrund muss ich außerdem nicht ständig korrigieren, wo mein Fuß auf dem Pedal steht.

Für die spontane Fahrt

Für den kurzen Weg, eine kleine Besorgung oder eine ungeplante Runde möchte ich keine speziellen Fahrradschuhe anziehen müssen. Dann nutze ich einfach die Plattformseite.

Für den Einstieg ins Klicksystem

Ich bin nicht gezwungen, vom ersten Tag an jede Fahrt eingeklickt zu absolvieren. Ich kann das Ein- und Ausklicken auf ruhigem Gelände üben und bei Unsicherheit jederzeit die flache Seite verwenden.

Gerade diese Übergangsphase ist für mich einer der stärksten Gründe für das Pedal.

Passen die PD-EH500 an mein Scott?

Die Shimano PD-EH500 besitzen das bei modernen Erwachsenenfahrrädern übliche 9/16-Zoll-Pedalgewinde. Damit passen sie grundsätzlich an die üblichen Kurbeln von E-Bikes, Trekkingrädern, Mountainbikes, Gravelbikes und Rennrädern.

Auch an meinem Scott eRide 710 spricht technisch alles für eine problemlose Montage. Vor dem Einbau prüfe ich trotzdem noch einmal das vorhandene Pedalgewinde und den Zustand der Kurbel. Das ist kein Misstrauen gegenüber dem Produkt, sondern sauberes Arbeiten.

Wichtig bei der Montage:

  • Das rechte Pedal besitzt ein normales Rechtsgewinde.
  • Das linke Pedal besitzt ein Linksgewinde.
  • Shimano empfiehlt etwas Fett auf dem Gewinde.
  • Für die Montage nennt Shimano 35 bis 55 Nm Anzugsdrehmoment.
  • Wer Pedale schief ansetzt, kann das Gewinde der Kurbel beschädigen.

Wer bei Gewinderichtung oder Drehmoment unsicher ist, sollte die Montage einer Fahrradwerkstatt überlassen.

Ist das Fahren mit Klickpedalen völlig anders?

Auf der Plattformseite fährt sich das Fahrrad zunächst wie mit einem normalen Pedal. Die Pins greifen allerdings kräftiger in die Schuhsohle. Der Fuß lässt sich deshalb nicht immer so leicht seitlich verschieben wie auf einem einfachen Kunststoffpedal.

Auf der SPD-Seite verändert sich das Fahrgefühl deutlicher. Der Schuh wird über einen Cleat mit dem Pedal verbunden. Dadurch steht der Fuß immer an derselben Position.

Das wirkt auf den ersten Metern ungewohnt. Besonders vor Kreuzungen, bei langsamen Wendemanövern oder an steilen Stellen muss das Ausklicken zuverlässig funktionieren.

Shimano empfiehlt deshalb, zuerst mit angezogener Bremse und einem Fuß auf dem Boden zu üben. Anschließend sollte man das Ein- und Ausklicken auf einer ebenen, verkehrsfreien Fläche trainieren.

Die Federhärte lässt sich mit einem 3-mm-Innensechskantschlüssel einstellen. Für den Einstieg würde ich sie nicht unnötig stramm wählen. Beide Pedale sollten gleichmäßig eingestellt sein.

Welche Fahrradschuhe brauche ich?

Für die Klickseite werden SPD-kompatible Schuhe mit Zwei-Loch-Aufnahme benötigt. Bei vielen MTB-, Gravel- und Tourenschuhen sind die Cleats in der Sohle versenkt. Dadurch kann man mit diesen Schuhen deutlich angenehmer gehen als mit klassischen Rennradschuhen und weit hervorstehenden Cleats.

Shimano nennt für die PD-EH500 zwei passende Cleat-Typen:

Shimano SM-SH51

Die schwarzen SM-SH51 sind sogenannte Single-Release-Cleats. Das Ausklicken erfolgt hauptsächlich durch eine seitliche Drehbewegung der Ferse.

Shimano SM-SH56

Die SM-SH56 lassen sich in mehreren Bewegungsrichtungen lösen. Für vorsichtige Einsteiger können sie interessant sein. Trotzdem ersetzen sie nicht das Üben und eine korrekt eingestellte Federhärte.

Für normale Schuhe wird kein Zubehör benötigt. Dann fahre ich einfach auf der Plattformseite.

Passen die Pedale auch an Gravelbike, Trekkingrad und normales Fahrrad?

Ja. Das Grundprinzip der PD-EH500 ist gerade für vielseitig genutzte Fahrräder interessant.

Gravelbike

Ein Gravelbike bewegt sich zwischen Straße, Feldweg, Schotter und Alltag. Wer es nicht ausschließlich sportlich fährt, profitiert von der Wahl zwischen SPD und Plattform.

Wie unterschiedlich Gravelbikes ausgelegt sein können, zeigt der Test der Benotti Gravel R samt Modellhistorie – vom sportlichen Anspruch bis zum alltagstauglichen Vielzweckrad.

Trekkingrad und Reiserad

Auf langen Strecken bietet die SPD-Seite eine feste Fußposition. Bei Pausen, Stadtfahrten und kurzen Wegen bleibt die Plattformseite praktisch.

E-Bike

Ein E-Bike wird häufig besonders vielseitig genutzt. Das zusätzliche Motorgewicht verändert nicht das Pedalgewinde. Entscheidend sind die Kurbel und der übliche 9/16-Zoll-Anschluss.

Mountainbike

Für Forstwege, Touren und gemäßigtes Gelände sind die Pedale plausibel. Für sehr aggressive Trails, Sprünge oder Wettkämpfe würde ich dagegen ein spezialisiertes Pedal wählen. Shimano ordnet die PD-EH500 selbst eher dem Freizeit- und vielseitigen Toureneinsatz zu.

Rennrad

Montieren lassen sie sich in der Regel auch am Rennrad. Wer ausschließlich sportlich und eingeklickt fährt, ist mit einem beidseitigen SPD-Pedal oder einem SPD-SL-System jedoch konsequenter unterwegs.

Die Vorteile der Shimano PD-EH500

Die größte Stärke ist nicht irgendein einzelnes technisches Detail. Es ist die Freiheit, vor jeder Fahrt neu zu entscheiden.

  • Fahrradschuhe oder Alltagsschuhe
  • Tour oder kurzer Weg
  • eingeklickt oder frei beweglich
  • sportlicher Einsatz oder spontane Fahrt

Hinzu kommen die robuste Aluminiumplattform, die einstellbare Bindung und die gedichtete Achseinheit.

Für mein Scott E-Bike ist das nahezu das Idealbild eines alltagstauglichen Upgrades.

Wo liegen die Nachteile?

Auch ein gutes Hybridpedal bleibt ein Hybridpedal.

Manchmal zeigt die falsche Seite nach oben

Wer einklicken möchte, trifft gelegentlich zuerst die Plattformseite. Wer mit normalen Schuhen fährt, landet manchmal auf der SPD-Seite. Mit etwas Gewöhnung lässt sich das Pedal mit der Schuhspitze drehen, völlig vermeiden kann man diesen Moment aber nicht.

Die Plattform ist kein riesiges Flatpedal

Für technisch anspruchsvolle Trails gibt es größere und kompromisslosere Plattformpedale. Die PD-EH500 sind auf Vielseitigkeit und nicht auf maximalen Halt bei Sprüngen ausgelegt.

Ein reines Klickpedal ist konsequenter

Wer immer mit SPD-Schuhen fährt, braucht die Plattformseite möglicherweise nicht. Ein beidseitiges SPD-Pedal erleichtert dann das schnelle Einklicken.

Klickpedale verlangen Übung

Der häufigste Anfängerfehler ist nicht das Fahren, sondern das zu späte Ausklicken. Das muss so oft geübt werden, bis die Bewegung automatisch funktioniert.

Welche Cleats würde ich für den Einstieg wählen?

Ich würde zunächst prüfen, welche Cleats dem Pedal beiliegen und wie sicher ich mich beim Ausklicken fühle.

Mit SM-SH51 lernt man die klare seitliche Ausstiegsbewegung. SM-SH56 können den Einstieg erleichtern, weil sie mehrere Auslösebewegungen erlauben. Entscheidend ist aber weniger die Produktbezeichnung als eine vernünftige Einstellung und ausreichend Übung.

Mein Plan wäre:

  1. Federhärte auf beiden Seiten gleichmäßig und eher leicht einstellen.
  2. Im Stand mit angezogener Bremse üben.
  3. Auf einer freien, ebenen Fläche fahren.
  4. Zunächst deutlich vor jedem Halt ausklicken.
  5. Erst danach auf Feldwege und in den Elm wechseln.

Mein Fazit: Genau das richtige Pedal für mein Fahrradleben

Die Shimano PD-EH500 sind keine Rennsportpedale und keine riesigen Trail-Plattformen. Sie versuchen nicht, in einer einzigen Disziplin das extremste Produkt zu sein.

Genau deshalb passen sie zu meinem Scott.

Mein E-Bike wird nicht nur für eine einzige Art des Fahrens benutzt. Ich fahre Touren im Elm, rolle über Feldwege, bin auf Asphalt unterwegs und steige manchmal einfach in normalen Schuhen auf.

Mit den PD-EH500 kann ich das alles weiterhin tun und zusätzlich ausprobieren, welchen Unterschied ein SPD-System auf längeren Touren macht.

Für mich ist das kein halbherziger Kompromiss. Es ist ein sehr durchdachtes Pedal für ein Fahrrad, das genauso vielseitig genutzt wird wie meines.

Sobald die Pedale montiert sind, folgt der Praxistest: Ein- und Ausklicken, Halt mit normalen Schuhen, Verhalten auf Schotter und die entscheidende Frage, ob sie nach mehreren hundert Kilometern noch genauso überzeugend wirken wie auf dem Papier.


Häufige Fragen zu den Shimano PD-EH500

Kann man die Shimano PD-EH500 mit normalen Schuhen fahren?

Ja. Dafür ist die flache Plattformseite vorgesehen. Die Pins erhöhen den Halt, können empfindliche oder sehr weiche Schuhsohlen aber stärker beanspruchen.

Benötige ich spezielle Schuhe?

Nur für die SPD-Seite. Dafür brauchst du SPD-kompatible Fahrradschuhe mit Zwei-Loch-Aufnahme und passende Cleats.

Sind die Pedale für ein E-Bike geeignet?

Ja, sofern die Kurbel das übliche 9/16-Zoll-Pedalgewinde besitzt. Das ist bei modernen Erwachsenen-E-Bikes der Normalfall.

Kann ich die Pedale an einem Gravelbike fahren?

Ja. Gerade bei einem Gravelbike, das sportlich und im Alltag eingesetzt wird, ist die Kombination aus Klick- und Plattformseite sinnvoll.

Sind die PD-EH500 für Anfänger geeignet?

Das leichte SPD-Konzept und die einstellbare Ausstiegshärte machen sie interessant für Einsteiger. Das sichere Ein- und Ausklicken muss trotzdem zuerst im Stand und danach auf einer freien Fläche geübt werden.

Welche Cleats passen?

Shimano nennt die Cleats SM-SH51 und SM-SH56. Beide verwenden das SPD-Zwei-Loch-System.


Quellen und technische Unterlagen

Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt zunächst meine begründete Kaufentscheidung. Er ist noch kein Langzeittest und enthält keine bezahlte Herstellerkooperation.

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